22.11.2016, von Arne von Tschammer

THW-Flughelfer üben im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht in Bad Tölz.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde eine praktische Flughelfer-Ausbildung durchgeführt.

Bad Tölz. Im April diesen Jahres war bereits auf dem Flugplatz der Fliegerstaffel der Bundespolizei in Oberschleißheim mit den Hubschrauber-Typen EC155 und AS 332 L1 Super Puma trainiert worden. Neben der jährlichen theoretischen Unterweisung war das sichere Anschlagen von Lasten im Schwebeflug der Helikopter als auch im Stand Inhalt der praktischen Ausbildung.

Um die Ausbildung interessant zu gestalten wurden neue Lasten wie zum Beispiel lose Gerüstteile oder Bauholzstapel geflogen, um die Flughelfer und auch die Piloten vor neue Herausforderungen zu stellen. Weiteres alljährliches Thema war das Winchen, das immer dann erforderlich ist, wenn Flughelfer vor Ort abgesetzt werden müssen, um zum Beispiel auf Deichen Sandsäcke oder anderes Material entgegen zu nehmen und die Hubschrauber einzuweisen.

In der letzten November-Woche stand eine mit Spannung erwartete Ausbildung  auf dem Plan. Eine Fortbildungsveranstaltung im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht in Bad Tölz mit dem Ziel die Verfahren beim Winchen zu standardisieren sowie die Sicherheit zu erhöhen.

Die Bergwacht betreibt dort ein weltweit einmaliges Übungszentrum, in dem die unterschiedlichsten Szenarien realistisch abgebildet werden können. Unter anderem sind zwei Hubschrauberzellen an Deckenkränen montiert, die jede Bewegung sehr realitätsnah nachstellen können. Als Übungsgelände dienen Häuser mit unterschiedlichen Dachformen, Balkons, Fenster, Schrägflächen und künstliche Gruben, die schwieriges Gelände darstellen, sowie Kletterwände, Schächte und Grate die Hochgebirge simulieren.

In drei Abschnitten wurde nach einer kurzen theoretischen Einweisung das Absetzen und Aufnehmen von verschieden Dachformen und aus schrägem und schwierigem Gelände geübt.
Weiterer Übungsschwerpunkt war das Absetzen und Aufnehmen aus Gebäudeöffnungen wie zum Beispiel einem Balkon und auf sehr exponierten Stellen wie im Hochgebirge, da dort ein lotrechtes Absetzen aufgrund der Gegebenheiten nicht immer möglich ist.

In der abschließenden Übungsnachbesprechung wurde durch den Lehrgangsleiter der Bergwacht und der Bundespolizei die Einhaltung aller Sicherheitsstandards gewürdigt und der hohe und gute Ausbildungsstand der THW-Flughelfer bestätigt. Besonderer Dank gilt den Bedienern und Betreuern der Bergwacht und den Kräften der Bundespolizei, die diese gelungene und wertvolle Ausbildung möglich gemacht hatten.  

Insgesamt stehen im Katastrophenfall 41 ausgebildete Flughelfer des Technischen Hilfswerks in Bayern zur Verfügung. Die Zusammenarbeit erfolgt mit der Bundespolizeifliegerstaffel Oberschleißheim und weiteren Spezialkräften der Bundespolizei aus Deggendorf. Sowohl die Bundespolizei als auch das Technische Hilfswerk unterstehen dem Bundesministerium des Inneren. Im Katastrophenschutz arbeiten beide Organisationen eng zusammen, um schnell und effizient Hilfe leisten zu können.


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