Ölsperre in der Praxis: Ausbildung am Isarkanal

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Wenn Öl ins Wasser kommt, zählt jede Minute. Bei unserer Samstagsausbildung übten wir, eine Ölsperre einzubringen, sicher zu verankern und mit Boot und Teamarbeit eine Ausbreitung zu stoppen.

Bei unserer Ausbildung stand die Ölsperre im Mittelpunkt. Sie stoppt Öl auf dem Wasser, sammelt es an einer Stelle, damit es anschließend aufgenommen werden kann.

Für uns hieß das: erst erkunden, dann handeln. Wo rollen wir die Ölsperre am besten ab? Wo bringen wir sie ins Wasser? Und wo können wir sie am Ufer sicher befestigen? In fließendem Wasser wirken starke Kräfte. Da reicht Menschenkraft oft nicht – die Sperre braucht eine stabile Verankerung.

Am Ufer des Isarkanals wurde es knifflig: Die Ölsperre ist empfindlich und muss möglichst direkt ins Wasser. Wo das am Ufer nicht ging, halfen wir mit einer Menschenkette. 

Unterstützung kam vomMehrzweckarbeitsboot. Damit brachten wir Material und Helfer:innen ans andere Ufer. Außerdem zogen wir ein Ende der Ölsperre auf die Gegenseite.

Schon gewusst? Öl auf Gewässern ist besonders gefährlich. Schon kleine Mengen bilden einen Film. Der stört den Sauerstoffaustausch – Fische leiden. Bei Wasservögeln verklebt Öl die Federn. Beim Putzen kann es die Atemwege schädigen. Kritisch sind vor allem Benzin, Diesel und Heizöl – aber auch Speiseöl gehört nicht ins Wasser.

Unser Ortsverband ist seit vielen Jahren Teil des Alarmplans der Transalpinen Ölleitung. Im Einsatz bringen wir dafür eine 160 Meter lange Ölsperre in der Isar und in Gewässern im Landkreis ein – zum Schutz vor großflächiger Umweltverschmutzung.

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